bike + business – das Mobilitätsprogramm für fahrradfreundliche Arbeitgeber

Das vom ADFC Hessen initiierte und seit 2003 zusammen mit dem Regionalverband FrankfurtRheinMain, seit 2012 auch mit dem Zweckverband Raum Kassel, vorangetriebene Programm bike + business beabsichtigt die Fahrradnutzung im Alltagsradverkehr, insbesondere bei den Wegen zur Arbeit, zu erhöhen.

Zu den unerwünschten Aspekten des Verkehrs gehören Umweltbelastungen, die Inanspruchnahme von Flächen durch Verkehrswege, verkehrsbedingter Lärm und Bewegungsmangel durch eine überwiegende Nutzung motorisierter Fahrzeuge selbst bei kurzen Wegen. Das Leitmotiv von bike + business lautet daher: Mobilität erhalten, den motorisierten Individualverkehr auf dem Weg zur Arbeit nach Möglichkeit reduzieren und auf nachhaltige Verkehrsmittel verlagern.

In diesem Zusammenhang spielt das Fahrrad eine entscheidende Rolle. Denn das Fahrrad ist ein klimafreundliches, gesundheitsförderndes, kostengünstiges, umwelt- und sozialverträgliches und individuelles Verkehrsmittel der Nahmobilität, dessen Potenzial bei weitem noch nicht ausgeschöpft ist. Hessen liegt beim Radverkehrsanteil mit sieben Prozent unter dem bundesdeutschen Durchschnitt von zehn Prozent. bike + business trägt im Einklang mit den Zielen der Hessischen Landesregierung dazu bei, den Radverkehrsanteil in Hessen bis 2020 auf 15 Prozent zu erhöhen.

Nach nunmehr zehn Jahren erfolgreicher Arbeit gilt es, bike + business auf eine neue und nachhaltig wirkende Qualitätsstufe zu heben.

In den Jahren 2014 bis 2020 wird ein flächenbezogener Ansatz im Vordergrund stehen: Gewerbegebiete, Technologie- und Industrieparks, Büro- und Dienstleistungsstandorte mit einer hohen Anzahl an Beschäftigten bieten durch ihren räumlichen Zusammenhang und ihre Dichte ein erhebliches Potenzial, die Fahrradnutzung insbesondere im Pendlerverkehr, aber auch im Binnenverkehr zu steigern.

Unser Ziel ist es, bis zum Jahre 2020 100 Unternehmen und Stadtverwaltungen, insbesondere im Rhein-Main-Gebiet, für bike + business zu gewinnen. Dies erfordert eine Strategie, die sich nicht mehr wie bislang auf einzelne (isolierte) Unternehmen konzentriert, sondern größere Standorte und zusammenhängende Areale in den Fokus rückt.

Bei der Bezugnahme auf ganze Gewerbegebiete liegen die Vorteile auf der Hand: Es können sich mehr Unternehmen an bike + business beteiligen. Durch gemeinsames Agieren können vielfältige Synergien entstehen, z.B. bei der Organisation und Koordination des Programms, bei Kooperationen zur Beschaffung notwendiger Flächen und Investitionen für Infrastrukturmaßnahmen sowie bei Dienstleistungs- und Serviceangeboten (z.B. Ladestationen für Pedelecs, Fahrradwerkstätten). Das Kosten-Nutzen-Verhältnis bei Investitionen kann verbessert werden.