Zur Navigation springen. Zum Inhalt springen.
bike + business vor Ort Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale ZusammenarbeitName: Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH Standort: Eschborn Geschäftsfelder: Als weltweit tätiges Unternehmen unterstützt die GTZ die Bundesregie- rung bei der Verwirklichung ihrer entwicklungspolitischen Vorhaben. Sie bietet zukunftsfähige Lösungen für politische, wirtschaftliche, öko- logische und soziale Entwicklungen mit dem Ziel an, die Lebensbedin- gungen der Menschen nachhaltig zu verbessern. Adresse: Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH Dag-Hammarskjöld-Weg 1-5 65760 Eschborn Internet: www.gtz.de Beschäftigtenzahl: 1.700 (2008) Handlungsempfehlungen: 2003 Radverkehrsanteil: fünf Prozent (2003), 15 Prozent (2007)
Situation und Potenzial Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Eschborn ist das erste Unternehmen, das sich am Projekt be- teiligte. Wichtig war die von Anfang an vorhandene Unterstützung durch die Geschäftsführung. Es ging niemals darum, ob be- stimmte Fördermaßnahmen umgesetzt werden können, sondern darum, wie sie pragmatisch realisiert werden können. Diese ziel- gerichtete Herangehensweise ist ein Hinweis darauf, dass ein Unternehmen wirklich daran interessiert ist, den Radverkehrsanteil zu steigern. 2002 definierte Geschäftsführer Wolfgang Schmitt das Projektziel: »Kein Mitarbeiter soll aufgrund mangelhafter Infrastruktur auf dem Betriebsgelände daran gehindert werden, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu kommen«. Neben den knappen PKW-Parkplätzen waren auch gesundheitliche Aspekte des Radfahrens wichtige Argumen- te für die Projektteilnahme. Das ursprünglich ehrenamtliche En- gagement eines ADFC-Aktiven entwickelte sich zu einer offiziellen Aufgabe: 2005 wurde Stefan Pohl unternehmensinterner An- sprechpartner für Radfahrende. Am Standort Eschborn sind rund 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Obwohl die Belegschaft gewachsen ist, musste die Zahl der PKW-Parkplätze nicht erhöht werden. Dies war nur möglich durch einen über- durchschnittlich hohen Radverkehrsanteil, der wiederum Ergebnis einer nachhaltigen Förderung dieses Verkehrsmittels ist. In den Sommermonaten beträgt der Radverkehrsanteil 15 Prozent, an Wintertagen nutzen zehn Prozent der Mitarbeiterinnen und Mit- arbeiter das Fahrrad. Umsetzung von Maßnahmen und Wirkung Die vom Projektbüro 2003 erstellten Handlungsempfehlungen wurden nahezu vollständig umgesetzt. Weil die Fahrradabstell- anlagen in Spitzenzeiten oft überlastet waren, richtete die GTZ zusätzliche Parkplätze ein, die teilweise nachträglich überdacht wurden. Im Zuge von Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen hat der Arbeitgeber Dusch- und Umkleidemöglichkeiten sowie Spinde für die Radfahrenden installiert. Für kleinere Reparaturen steht ein eigens dafür angeschaffter Fahrradwerkzeugkoffer bereit. Die interne Kommunikation findet insbesondere über das Intranet statt. Der jährliche Umwelttag bezieht das Thema Fahrrad mit ein. Die GTZ beteiligt sich mit vielen Radfahrenden an der Aktion »Mit dem Rad zur Arbeit«. Um die kommunale Radverkehrsinfrastruktur zu verbessern, steht die GTZ in regelmäßigem Kontakt zur Stadt Eschborn. Das stetige und erfolgreiche Engagement, fahrrad- freundlicher zu werden, brachte der GTZ eine starke und sehr positive Außenwirkung. Am 2. April 2009 überreichte der Hes- sische Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, Dieter Posch, den erstmalig verliehenen bike + business Award für hervorragende Projektergebnisse an die GTZ.