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6/2009 vom 2. April 2009
GTZ bekommt bike + business award 2009
Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit fördert
den Umstieg der Berufspendler auf das Fahrrad
(tek) Die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit
(GTZ) in Eschborn hat den bike + business award
2009 verliehen bekommen. Dies teilen jetzt
Stephan Wildhirt, Direktor des Planungsverbandes
Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main, und Volkmar
Gerstein, Landesvorsitzender des Allgemeinen Deutschen
Fahrradclubs (ADFC)-Hessen, mit. Planungsverband
und ADFC sind Träger des bike + business
(b+b)Projektes, das zum Ziel hat, immer mehr Berufspendler
auf das Fahrrad zu bringen. Den Preis,
ein Fahrrad von sehr hoher Qualität, hat der
Schirmherr des Projekts, der hessische Wirtschafts und
Verkehrsminister Dieter Posch, dem GTZ Geschäftsführer
Wolfgang Schmitt in einer Veranstaltung
im Forum der Frankfurter Rundschau, Depot
Sachsenhausen, übergeben. Der Preis wurde freundlicherweise
durch den Darmstädter Fahrradhersteller
riese und müller (Projektpartner) zur Verfügung gestellt.
„Ich freue mich sehr, dass mit der GTZ ein Unternehmen
den Preis bekommt, dass sich in ihrer Philosophie
ohnehin der ,nachhaltigen städtischen Mobilität
verschrieben hat“, erklärt Wildhirt. Die
GTZ, die die Bundesregierung bei der Verwirklichung
ihrer entwicklungspolitischen Ziele unterstützt,
will dabei „Verkehr vermeiden und Verkehr auf umweltfreundliche
Systeme verlagern und Verkehrsysteme
umweltfreundlich gestalten“.
Warum hat die GTZ-Zentrale mit ihren 1500 Mitarbeitern
in Eschborn den Preis bekommen? Seit dem Jahr
2003, damals als Pilotbetrieb, ist die Gesellschaft
an dem Projekt beteiligt. Sie hat bestehende Fahrradabstellanlagen
teilweise überdacht, neue sind
hinzu gekommen. Es wurden neue Duschen, Umkleidemöglichkeiten
und Spinde eingerichtet. Es gibt einen
Fahrradreparaturkoffer für die Mitarbeiter, ein
„Biker-Web“ im Intranet sowie einen Infoscreen im
Foyer. Zudem ist b+b in das betriebliche Mobilitäts-
und Umweltmanagement eingebettet: Es gibt einen
„Fahrradansprechpartner“ sowie einen Umweltbeauftragten,
auch wird regelmäßig zu einem Fahrradstammtisch
eingeladen. „Mittlerweile kommt rund 15
Prozent der Belegschaft mit dem Fahrrad zur Arbeit
(zum Vergleich gesamtes Rhein-Main-Gebiet: neun
Prozent)“, erklärt Wildhirt.
„Das Projekt bike + business wurde vor sechs Jahren
durch den ADFC-Hessen initiiert, der Erfolg ist aber
insbesondere ein Ergebnis der guten Zusammenarbeit
mit dem Planungsverband. Denn allein hätten
wir es sicherlich nicht geschafft“, sagt ADFC-Chef
Gerstein. Festzustellen sei, dass fast alle bisherigen
teilnehmenden Unternehmen dem öffentlichen
Sektor angehörten, mit Ausnahme des Industrieparks
Wolfgang. „An guten Argumenten für b+b fehlt es
nicht. Aber die großen privaten Unternehmen und die
Wirtschaftsverbände haben sich den Themen wie
,Fahrrad und Gesundheit’ oder ,Fahrrad und nachhaltiger
betrieblicher Klimaschutz’ noch nicht so angenommen,
wie wir uns dies wünschen.“
An b+b beteiligen sich bislang 14 große Unternehmen
und Verwaltungen. Des Weiteren kooperieren elf Kommunen
aus der Region, das heißt sie sind behilflich
bei der Akquise von Unternehmen und stellen die Erreichbarkeit
der Gewerbegebiete mit dem Fahrrad sicher.
Das deutschlandweite Pilotprojekt wird vom
Bund mit 180.000 Euro aus Mitteln des Nationalen
Radverkehrsplans unterstützt. Sollte es erfolgreich
sein, wird es auf andere Regionen übertragen.
Weitere Informationen unter www.bikeandbusiness.de.
19/2008 vom 15. September 2008
Eine Region kommt in die Gänge
bike + business geht in den Markt
(tek) „Ich freue mich sehr, Ihnen heute die Markteinführung des Projekts bike + business verkünden zu dürfen“, sagt der Erste Beigeordnete des Planungsverbandes Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main, Heiko Kasseckert (CDU). Nach einer Pilotphase wollen die Projektträger Planungsverband und ADFC-Hessen nun möglichst viele Firmen und Kommunen dafür gewinnen, Ihre Mitarbeiter dazu zu motivieren, den Weg zu und von der Arbeit mit dem Rad zurückzulegen. „Das Fahrrad stellt das CO2-neutralste, kostengünstigste und gesundheitsförderndste Verkehrsmittel dar. Wir können so die Leistungsfähigkeit des gesamten Verkehrssystem in der Region erhöhen und gleichzeitig die Verkehrsbelastung verringern“, sagt der Politiker, der auch der Verkehrsdezernent des Planungsverbandes ist. Besonders stolz ist Kasseckert darauf, dass die Rhein-Main-Region vom Bundesverkehrsministerium als Pilotgebiet ausgeguckt wurde und der Planungsverband für dieses Projekt 186.000 Euro an Fördermitteln aus Berlin überwiesen bekommen hat. „Wenn es gut läuft, und davon ist auszugehen, wird das Projekt auf andere Regionen in Deutschland übertragen.“
Das bike + business Projektbüro unterstützt alle Beteiligten tatkräftig: Es erstellt eine Analyse der fahrradbezogenen Infrastruktur von Unternehmen, beispielsweise Abstellanlagen und Duschen, gibt Handlungsempfehlungen, hilft mit bei der Organisation von Mobilitäts- und Gesundheitstagen und schafft Kontakte zu den Kommunen, um die Zufahrtswege zu verbessern. „Die Unternehmen haben eigentlich nur einen verhältnismäßig kleinen Aufwand für den Service ihrer Mitarbeiter zu leisten, bilanzieren jedoch einen vielfältigen Nutzen“, sagt der ADFC-Landesgeschäftsführer, Norbert Sanden. So hätten die Betriebe zufriedenere, gesündere und damit auch belastbarere Mitarbeiter, es würden Ausfallzeiten durch Staus oder unpünktliche öffentliche Verkehrsmittel vermieden, die zeitliche Flexibilität der Beschäftigten sei höher und der stetig zunehmende Wirtschaftsverkehr werde entlastet. „Ein echtes Win-Win-Spiel, wie man heute so sagt.“
Die Pilotphase mit zehn Unternehmen/Verwaltungen und vier Kommunen ist jetzt abgeschlossen, 45.000 Männer und Frauen waren für das Rad fahren zu begeistern. Nun will das Projektbüro weitere Firmen akquirieren, die Mittel für die entsprechende Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit wie Broschüren, Flyer und vieles andere mehr sind fertig gestellt. Eine sogenannte „Toolbox“ soll es den Unternehmen leicht machen, entsprechende Vorkehrungen zu treffen.
Folgende Unternehmen/Verwaltungen und Kommunen haben bislang mitgemacht: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Deutsche Bundesbank, Deutsche Flugsicherung, Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit, Deutscher Wetterdienst, Gesundheits- und Pflegezentrum Rüsselsheim, Industriepark Wolfgang, Klinikum Offenbach, Kreditanstalt für Wiederaufbau, Paul-Ehrlich-Institut sowie die Stadtverwaltungen Bad Homburg, Frankfurt, Hanau, Offenbach. Diese Kommunen kooperieren: Bad Homburg, Eschborn, Frankfurt, Hanau, Karben, Langen, Mühlheim, Offenbach, Rüsselsheim.
Wer mehr wissen möchte oder sich beteiligen will geht ins Internet unter www.bikeandbusiness.de.
Auskunft gibt auch der Regionale Verkehrsbeauftragte Joachim Hochstein unter der Telefonnummer 069/2577-1585.
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bike + business Key Visual (Quelle: Ortlieb)
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